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KING SNEFRO GROUP - Egypt - Tauchkreuzfahrten - Tauchplätze - Strasse von Tiran

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Strasse von Tiran

Der Golf von Aqaba trennt das afrikanische und asiatische Kontinentalplateau. Neben Ägypten sind seine Anrainer Israel, Jordanien und Saudi-Arabien. Geologisch ist er der Anfang einer riesigen Spalte, die sich annähernd durchgängig durch den östlichen Teil des afrikanischen Kontinents gebildet hat. Von seiner nördlichsten Stelle bei Eilat bis zur Strasse von Tiran misst er ca. 180 km. Seine grösste Breitenausdehnung beträgt nur 28 km. Diese besondere Beschaffenheit beeinträchtigt die Wasserzirkulation zwischen dem Golf von Aqaba und dem Rest des Roten Meeres. Hierdurch weist der Golf von Aqaba einen höheren Salzgehalt sowie geringe Temperaturschwankungen auf. Südlich der Insel von Tiran erstreckt sich das eher wellen- und strömungsgeschützte Tauchgebiet von Sharm El Sheikh bis hin zur Nordseite des Ras Mohamed Nationalparks. Hier bildet das zerklüftete Korallenriff entlang der Küste ein ideales Ökosystem. Mit seinen mehr als 15 nahe beieinander liegenden Tauchplätzen fällt die Entscheidung machmal schwer, wo man als nächstes abtaucht. Die Artenvielfalt an Riff- und Hochseefischen ist gross. Genauso bewundernswert sind die vielen bewachsenen Wände und Korallenstöcke mit deren kleinen Meeresbewohnern sowie eine Vielzahl an Höhlen und Schluchten.

White Knight

White Knight, in Nachbarschaft zu Ras Nasrani, beginnt mit einer Wand, die zu einem auf 5 bis 15 m Tiefe reichenden Sandplateau führt. Grosse Riff-Formationen sind bewachsen mit Weich- und Hartkorallen und beherbergen die typischen Meeresbewohner. Besonders erwähnenswert ist hier die Sandaal-Kolonie. Von hier aus halten Sie das Riff zu Ihrer Rechten und Sie erreichen die nächste Attraktion. Der Canyon von White Knight fällt ab einer Tiefe von 9 m steil herab und mündet in einen Sandkanal. Tauchen Sie unter den Überhängen und durchqueren Sie zwei gewölbeartige Bögen auf je 15 m und 45 m. Zehn Minuten südlich von hier liegt Kiel oben das 1994 gesunkene und komplett ausgebrannte Tauchausflugsboot der “Noos 1”.

Far – Middle – Near Garden

Far Garden mit seinem farbenprächtigen Riff bietet Schutz falls es einmal windig ist. Der Tauchplatz ist für das ganze Jahr geeignet. Typisch hier ist der von 15 bis 18 m Tiefe reichende Korallengarten. Im Anschluss findet sich eine Steilwand die bis auf über 40 m Tiefe reicht. Je nach Erfahrung verweilen Sie entweder in geringerer Tiefe oder tauchen zur Erkundung der Wand etwas weiter hinab. An einer Stelle der Riffwand bei gut 40 m eröffnet sich Ihnen der Blick zu einer Höhle, die als “The Cathedral” bekannt ist.

Near Garden am nördlichen Ende der Bucht von Naama war mit einer der ersten Tauchplätze von Sharm. Das Niveau ist als leicht zu beurteilen und somit bietet Near Garden gute Nachttauchbedingungen. Ein sanfter Abhang führt auf 25 m, der später steil jenseits 50 m abfällt. Hier ruhen sich, oft halb im Sand versteckt, Blaupunktrochen aus. Glasbodenboote und Schnorcheltrips nutzen diese Ziele vermehrt aufgrund der kurzen Distanz zur Naama Bay.

Tower

Tower liegt auf halbem Weg zwischen Naama und Sharm. Der Name rührt von der grossen, dem Riff vorgelagerten Felssäule, die sich leicht finden lässt. Aufregend wird dieser Tauchgang, wenn Sie feststellen, dass Sie sich direkt über einem Canyon befinden, dessen Wände steil über 120 m tief abfallen. Behalten Sie immer Ihre Tauchtiefe im Auge! Verlassen Sie den Cayon mit dem Riff zu Ihrer Linken und halten Ausschau nach einem Langnasenbüschelbarsch in der farbenfrohen Korallenwelt. Kehren Sie auf 12 bis 5 m Tiefe zurück und bestaunen Sie die kleinen Überhänge und Höhlen mit abertausenden Glasfischen. Lassen Sie sich Zeit vor dem Auftauchen um nach Feuerfischen, Grossaugen und Kofferfischen zu suchen, die sich am Anfang der Schlucht in Richtung Strand auf 5 m in zwei grösseren Höhlen verstecken.

Pinkies Wall

Der nächste Tauchplatz nach Tower in Richtung Ras Um Sid beeindruckt mit einer ganz besonderen Unterwasserlandschaft. Eine herrliche Wand reicht weit hinab auf über 180 m. Aussergewöhnlich farbenprächtig und in Hülle und Fülle bewachsen mit Weichkorallen, deren vorherrschende pinke Farbe dem küstennahen Tauchplatz zu seiner Namensgebung verhalf. Die beste Tiefe, um Ihre Augen und Sinne schmausen zu lassen, liegt bei 15 m. Sie machen einen Strömungstauchgang möglichst bei ruhiger See da es keine Ankerbojen für das Boot gibt. Achten Sie auch hier immer auf Ihre Tauchtiefe! Bei günstigen Strömungsbedingungen können Sie Ihren Tauchgang bis nach “Amphoras” fortsetzen.

Amphoras

Anfang vergangenen Jahrhunderts verlor ein hier vor Anker liegendes Schiff seine Ladung mit Amphoren und schenkte diesem Tauchplatz seinen Namen. Die Überreste sind heute längst eingebettet in Korallen und nur schwer zu erkennen. Amphoras ist eine Korallenebene, die bei 10 bis 12 m Tiefe beginnt und langsam zur Seeseite abfällt. Dort gedeihen riesige Gorgonien und bei etwa 21 m Tiefe erkennt man die Reste einer Ankerkette mit intaktem Anker.

Turtle Bay

Das Riff mit geringem Gefälle ist versehen mit kleinen Korallentürmen und einer Vielzahl an Hart- und Weichkorallen. Sie treffen eine Menge direkt am Riff lebende Bewohner wie den Skorpionfisch, Steinfisch, Eidechsenfisch, Büschelbarsch - um nur einige zu nennen - ebenso wie freischwimmende Fischarten. Achten Sie auf grosse Hartkorallenformationen in 15 bis 17 m Tiefe und auf Fächerkorallen. Manchmal bedürfen die Seebedingungen besonderer Abschätzung. Bei stärkerem Wellengang kann der Einstieg zurück zum Beiboot oder das Betreten der Bootsleiter etwas anstrengender werden.

Paradise

Paradise ist geschmückt mit abstrakten Skulpturen. Emporragende, vielfarbige Korallen bieten Wohnraum und Schutz für Schulen von Glasfischen. Ein breites Spektrum an Hartkorallen, wie Tischkorallen wird ergänzt durch dicht beieinander stehende Weichkorallen und machen diesen Tauchplatz so besonders. Am Sandgrund sollten Sie nach Krokodilfischen und Blaupunktrochen Ausschau halten. Bei Strömung ist es durchaus möglich, sich von der Paradise-Nordseite her bis fast an die Spitze von Ras Um Sid treiben zu lassen. Dort warten vielleicht schon Makrelen und Barrakudas auf Sie.

Ras Um Sid (27°50.950' N, 34°18.600' E)

Das Riff von Ras Um Sid erstreckt sich vom Ufer her als Korallenbank und liegt nur wenige Minuten entfernt vom Hafen Sharm El Sheikh´s. Charakteristisch sind kleine Sandflächen und einzeln stehende Korallenformationen entlang der Hauptwand. Überragendes Fotoobjekt ist der Gorgonienwald. Die Strömung kann zur am weitesten ins Meer gelagerten Spitze hin oft stark sein, garantiert aber nicht selten die Sichtung von Grossfischen wie Rochen und Barrakudas, ja manchmal sogar Haien. Betauchen Sie den schönen Korallengarten, der Heimat für die grosse Schar der Rifftiere ist. Auch hier leben Feuerfische, warten Krokodilfische im Sand auf ihren nächsten Fang. Bestaunen Sie die Schulen aus grossen und kleinen Makrelen, Kaiserfische, endlos variierende Papageienfische, Picassodrücker, Rotzahndrücker, Napoleons, Muränen, schillernde Glasfische im Sonnenlicht und bezaubernde Korallen aller Art. Lassen Sie sich diesen Tauchgang nicht entgehen!

Temple

In der Bucht vor Ras Um Sid ragen drei turmähnliche Korallensäulen von 17 m bis fast zur Oberfläche empor. Einer davon kann oberhalb eines Sandkanals durchschwommen werden. Bei moderater Tiefe und meist gänzlich ohne Strömung bietet sich der optimale Platz um die Ausrüstung zu überprüfen und sich “einzutauchen’’. In der grossen Bandbreite aus Farben und Formen verstecken sich etliche Rifflebewesen. Lassen Sie Ihren Blick über die Korallen schweifen und Sie begegnen bestimmt einigen Feuerfischen oder den regungslos im Riff liegenden Steinfischen. Auch Tintenfische leben hier. Beim Nachttauchen erleben Sie Seesterne beim Abendessen und auch nur dann können Sie die bunten Federseesterne ganz sehen. Besonders schön leuchten die sich wiegenden Weichkorallen im Schein der Lampen. Mit Glück unterhält Sie eine Spanische Tänzerin bei ihrem sagenhaften Unterwasserballet.

Ras Katy

Am Ende der Bucht von Ras Um Sid in Richtung Sharm El Maya folgt Ras Katy. Die Sandebene liegt durchschnittlich bei 6 m und erstreckt sich bis auf 16 m Tiefe bevor diese weiter abfällt. Zwei bunte Korallenblöcke sind Herberge zahlreicher Riffbewohner wie den Feuerfischen, Drachenköpfen Glasfischen und dergleichen mehr. Am Auslauf des Riffs stehen Fächerkorallen und bei Gelegenheit passieren Adlerrochen im tiefblauen Freiwasser.